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Basaliom und Spinaliom, Hautkrebs

Jede Einzelheit in den Krankengeschichten von Gesundheitsthema stellt eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis dar. Insofern ist in diesen Geschichten nichts zufällig, sie vermitteln das aktuelle Wissen der Medizin über das Krankheitsbild. - Lediglich Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig.

Frau Lebach ist eine Patientin, jetzt 61 Jahre alt, die auch heute noch eine schöne und elegante Frau ist. Sie hat auf ihr Äußeres, solange ich sie kenne, großen Wert gelegt. Diesmal suchte sie mich wegen einer Erkältung, die etwas schwerer verlief, auf. Als sie nach der Untersuchung und Beratung schon wieder gehen wollte, sagte sie:
“Ach, schauen Sie doch bitte mal hier”, dabei wies sie auf ihre linke Backe.
“Da ist dieses Knübbelchen, das nicht mehr weggeht. Es wächst, habe ich den Eindruck. Was ist das? Das ist doch nicht gefährlich?”
Ich schaute mir das “Knübbelchen” an. Es war ein kleiner harter Knoten in der Haut. Am Rand konnte man kleine Blutgefäße entdecken. Er tat nicht weh und die Haut schien auch nicht verletzt.
“Wie lange haben Sie das schon?” fragte ich.
“Schon länger, genau weiß ich das nicht, meinte Frau Lebach.

Ich schickte sie zum Hautarzt und der lies mich die Diagnose schnell wissen, ein Basaliom. Das ist eine Form von Hautkrebs, der aber nicht sehr gefährlich ist.

Struktur der Haut

Die Haut besteht wie jedes Organ aus Zellen. Die oberste Schicht stirbt ab und wird zu Hornhaut, die allmählich abschilfert. Von unten wachsen Zellen nach. In der tieferen Schicht der Haut liegen die Haarwurzeln, woraus die Haare wachsen, die Talgdrüsen, die für einen Schutzfilm aus Fett sorgen, und die Schweißdrüsen. Talg- und Schweißdrüsen haben einen feinen Ausgang nach außen, oft an der Stelle, wo ein Haar herauswächst. In der Haut befinden sich auch Nerven für die verschiedenen Empfindungen: warm, kalt, Druck, Schmerz, Vibration. Unter der Haut befindet sich eine mehr oder weniger dicke Fettschicht, die den Körper vor Wärmeverlust schützt, da Fett gut isoliert.

Die Entartung zu Krebs

Gerade Kinder müssen gut vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, denn die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand.

Das im Sonnenlicht enthaltene ultraviolette Licht (UV-Licht) kann die Zellen der Haut schädigen, wenn es zu intensiv ist. (Durch das UV-Licht wird in der Haut das lebensnotwendige Vitamin D gebildet, das besonders für den Aufbau der Knochen gebraucht wird. Ganz ohne Sonne kommen wir also nicht aus.) Als Folge von zu intensiver Bestrahlung entsteht eine Entzündung. Die Haut wird rot und sie tut weh, wie es bei jeder Form der Entzündung passiert. Einen Sonnenbrand nennen wir das. Unter Umständen wird durch das UV-Licht auch die Erbsubstanz derjenigen Zellen geschädigt, die sich ständig vermehren. Das sind einmal die Zellen, die von unten her die oberflächlichen Zellen, die zu Hornhaut werden, ersetzen, aber auch z. B. die Zellen, die die Haare bilden. Dabei ist zu beachten, dass wir ja fast überall Haare haben, die aber an den meisten Stellen  so dünn und klein sind, dass wir sie nicht wahrnehmen. Diese Zellen, die sich ständig teilen, können entarten, z. B. wenn die Bestrahlung mit UV-Licht im Leben zu intensiv war. Entartung bedeutet, dass die Zellen keine normalen Hautzellen oder Haare bilden, sondern Zellen, die sich wild vermehren und dabei das umgebende Gewebe zerstören. Solche Zellen nennen wir Krebs. Auch giftige Stoffe, wie z.B. Teer, können zu Hautkrebs führen.

Es gibt zwei Krebsarten der Haut, die öfter vorkommen, nämlich das Basaliom und das Spinaliom. Beide Krebsarten entstehen überwiegend in den Bezirken, die am meisten der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, also Gesicht und Hände bzw. Arme. Sie entstehen auch meistens erst im Alter von 60 bzw. 70 Jahren, wahrscheinlich darum, weil erst dann eine ausreichende Menge an UV-Strahlung die Haut getroffen hat. Es gibt noch eine Reihe anderer Krebsarten der Haut, aber bis auf das Melanom sind sie sehr selten.

Das Aussehen von Hautkrebs

Basaliom und Spinaliom können am Anfang sehr unterschiedlich aussehen. Da besteht vielleicht nur eine rötliche Verfärbung, die juckt oder blutet, oder man sieht etwas, was wie ein Pickel ausseht, mit Schuppen oder Hornhaut oder es nässt  usw. Ein Laie kann das nicht beurteilen, schon gar nicht, ob es sich um ein Basaliom oder Spinaliom handelt oder um eine sogenannte Präkanzerose. Darunter versteht man eine Wucherung, die noch nicht Krebs ist, aber zu Krebs wird. Darum sollte man sich an die Regel halten: Alles, was neu ist und  wächst, ist verdächtig und sollte dem Hautarzt zur Begutachtung gezeigt werden. Im Zweifel wird es heraus geschnitten, was auch keine große Sache ist. Unter dem Mikroskop kann der Arzt Gewissheit bekommen.

Behandlung

Die Geschichte von Frau Lebach war typisch. Da der Krebs oberflächlich wächst, konnte sie die Veränderung früh bemerken. Auch der Hautarzt konnte die Diagnose ohne größere Untersuchung stellen. Nun bildet das Basaliom, wie auch das Spinaliom, nur selten Tochtergeschwülste (Metastasen). Da aber beide Tumorarten (Die Ärzte sagen anstatt Krebs oft Tumor, obwohl Tumor im medizinischen Sprachgebrauch nur bedeutet, dass sich irgendwo eine Vergrößerung gebildet hat. So ist auch eine harmlose Beule ein Tumor.) nicht aufhören zu wachsen und so das Gewebe allmählich zerstören, ist eine Entfernung notwendig. Bei Frau Lebach war das Basaliom noch nicht weit in die Tiefe oder Breite vorgewachsen. Darum war es eine kleine Operation, die ambulant durchgeführt wurde. Die Haut konnte nach der Entfernung des Tumors zusammengenäht werden und die Narbe war nach einem Jahr kaum noch erkennbar. Jedenfalls war Frau Lebach mit dem kosmetischen Resultat zufrieden.

Wenn der Krebs auf der Nase oder am Augenlid entsteht, kann man ihn unter Umständen nicht so ohne weiteres wegschneiden, weil dann vielleicht ein Loch entstehen würde. In den Fällen kann man mit Röntgenstrahlen oder durch Auftragen bestimmter Medikamente die Krebszellen abtöten. Das erfordert allerdings eine längere Kontrolle, um sicher zu stellen, dass keine Krebszellen überlebt haben und weiterwachsen.

Hauptsymptome: Ein kleines Knötchen auf der Haut, das wächst, meistens im Gesicht.

Behandlung: Operative Entfernung. Wenn das mal in seltenen Fällen nicht möglich ist, gibt es andere Möglichkeiten, die Krebszellen zu vernichten.

Weitere Informationen auch unter: http://www.hautkrebs.de

 

 

Beitrag von , letztmals geändert am 07.12.2015, 15:10 Uhr.

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Herausgeber

Prof. Dr. med. Frank Matakas
Herausgeber medizinische Beiträge

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