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Ebola Fieber

Jede Einzelheit in den Krankengeschichten von Gesundheitsthema stellt eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis dar. Insofern ist in diesen Geschichten nichts zufällig, sie vermitteln das aktuelle Wissen der Medizin über das Krankheitsbild. - Lediglich Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig.

Das Ebolafieber ist eine oft tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die von einem Virus verursacht wird. In Westafrika gab es vor kurzem eine Epidemie, die außer Kontrolle geraten war. Tausende von Menschen sind saran gestorben.

Wahrscheinlich wurde das Ebolafieber ursprünglich von Fledermäusen durch deren Ausscheidungen (nicht Bisse) auf den Menschen übertragen. Jetzt wird es von Mensch zu Mensch übertragen.

Es ist eine Krankheit, gegen die erst kürzlich ein Impfstoff entwickelt wurde. Es scheint, dass dieser Impfstoff auch wirksam gegen die Krankheit schützt. Wirksame Medikamente, die sie heilen können, wenn sie ausgebrochen ist, gibt es nicht. Die Krankheit Ebola wurde erst vor gut 30 Jahren in Afrika entdeckt , und zwar am Fluss Ebola. Danach hat man diese Krankheit benannt.

Eine neue Krankheit

Die Geschichte ist wahrscheinlich so: das Ebolavirus lebt seit ewigen Zeiten in bestimmten Fledermäusen, die in Zentralafrika vorkommen. Die Fledermäuse und das Virus haben sich aneinander gewöhnt. Das Virus lebt in den Fledermäusen, vielleicht werden die auch krank, aber sie sterben nicht daran.

Ein Virus kann sich nur vermehren, indem es die Zellen des Organismus so umpolt, dass sie für das Virus arbeiten und nicht für den Organismus. Wenn dies unbeschränkt passiert, wenn also jede Zelle befallen wird, wie es die Ebolaviren im Menschen machen, ist der Tod die Folge. Das hat zwar für das Virus den Nachteil, dass es sich nun nicht mehr vermehren kann. Besser ist es, wenn das Virus leben kann, aber der Wirtsorganismus nicht stirbt. Dafür muss das Virus genügend Zellen im Wirtorganismus unangetastet lassen. So ist es wohl bei den afrikanischen Fledermausarten, in denen das Ebolavirus lebt. In anderen Lebewesen, z. B. Vögel, Fische, vielleicht auch Zebras, afrikanische Raubtiere kann das Virus überhaupt nicht leben. Diese Tiere können also nicht angesteckt werden. Im Menschen und in Affen aber kann das Virus leben, und zwar so gut, dass alle Zellen von dem Virus befallen werden und nun nicht mehr richtig funktionieren. Damit ist der Organismus nicht mehr lebensfähig. Bevor der Körper Abwehrzellen gegen dieses Virus herstellt, kommt es oft schon zum Tode.

Wahrscheinlich sind die Menschen und die Fledermäuse, die das Virus in sich tragen, Jahrhunderte nicht in Berührung miteinander gekommen, weil die Fledermäuse in Gegenden leben, die der Mensch lange nicht besiedelt hat. In den heutigen Zeiten jedoch gibt es keinen Landstrich, keinen Urwald, keine Höhle, keinen Berg, wohin der Mensch nicht geht. So kommt er mit Tieren oder ihren Ausscheidungen in Berührung, mit denen er früher keinen Kontakt hatte. Wahrscheinlich ist auch die Krankheit AIDS so unter die Menschen gekommen. Das Ebolafieder ist jedenfalls eine dieser Krankheiten. Experten warnen davor, dass auf diese Weise noch viele Krankheiten unter die Menschen kommen können. Da der Mensch sie nicht gewöhnt ist, werden sie alle ziemlich gefährlich sein. Neben dem Ebolafieber ist eine davon eine Infektionskrankheit, die durch ein Virus verursacht wird, das Marburg Virus heißt. Die Marburgkrankheit ist fast so gefährlich wie das Ebolafieber. Sie ist in Deutschland schon beobachtet worden.

Ansteckung

Bei einem befallenen Menschen ist das Virus in den Ausscheidungen der Menschen, im Speichel, Sperma, möglicherweise auch im Schweiß auf jeden Fall im Blut enthalten. Wenn es durch den Mund aufgenommen wird, z. B. wenn ein Virusträger sich nicht die Hände gründlich wäscht, damit Lebensmittel anfasst, die andere verzehren, dann kommt es zur Ansteckung. Eine Verschleppung der Krankheit aus einem afrikanischen Land z. B. nach Deutschland ist dann möglich, wenn sich ein Mensch in Afrika angesteckt hat, die Krankheit aber noch nicht ausgebrochen ist, so dass der Betreffende noch nichts davon weiß und sich auch nicht krank fühlt.

Symptome

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, ist die Zeit, die die Viren benötigen, um sich in den Zellen des Körpers so weit zu vermehren, dass sie ausreichend viele Körperzellen befallen können. Beim Ebolafieber beträgt sie sieben bis zwanzig Tage. Die Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Brustschmerzen, Bewusstseinstrübung, Hautausschläge, Schleimhautblutungen. Da fast alle Organe befallen werden, können noch viele andere Symptome auftreten. Das Virus befällt besonders die kleinen Haargefäße (Kapillaren), die die Organe mit Blut versorgen. Die werden löchrig und es kommt zu Blutungen in alle möglichen Organe.

Behandlungen

Ein Mittel, das die Viren abtöten oder wenigstens an der Vermehrung hindert, gibt es (noch) nicht. Doch gibt es viele Ansätze zu einer Behandlung. Im wesentlichen besteht sie darin, die Symptome zu lindern, also z. B. bei Durchfall für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen, das Fieber nicht zu hoch werden zu lassen, eine zusätzliche Infektion mit Bakterien durch Antibiotika zu verhindern usw. Vielleicht wird in nächster Zeit ein Mittel gefunden, das die Viren abtötet. Zwei Impfstoffe, die vor einer Ansteckung schützen, werden zur Zeit erprobt.

Das wichtigste ist die Isolierung der Kranken, so dass sie andere Personen nicht anstecken können. Am besten geschieht das auf Isolierstationen dafür eingerichteter Krankenhäuser. Eine Ausbreitung der Krankheit in andere Länder ist möglich, wenn Personen, die sich schon angesteckt haben, bei denen die Krankheit aber noch nicht ausgebrochen ist, in andere Länder reisen. Es liegt also im Interesse aller Länder, den afrikanischen Staaten beim Ausbruch einer Ebolaepidemie zu helfen, die Kranken frühzeitig auf entsprechende Krankenhausstationen zu bringen. Die Pflegepersonen müssen sich ausreichend schützen und impfen lassen.

In Deutschland gibt es für solch gefährliche ansteckende Krankheiten wie das Ebolafieber spezielle Krankenhäuser in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München. Wenn es einen Verdachtsfall oder Krankheitsfall in Deutschland gäbe, sollte der Patient sofort in eines dieser Krankenhäuser verlegt werden.

Weltweit sind die ansteckenden Krankheiten in vier Gruppen eingeteilt. Harmlose Bakterien oder Viren haben die Stufe I, die gefährlichsten wie das Ebolavirus und z. B. das Marburgvirus haben die Stufe IV. Für die Arbeit mit diesen Viren und die Behandlung der Kranken gelten ganz besondere Richtlinien, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Was tun?

Die Verhinderung von Ansteckung durch Impfung ist wohl der beste Weg. So kann man eine Immunität bewirken.

Symptome: Erst wie eine Grippe, dann zusätzlich Blutungen in alle möglichen Organe und Versagen von Körperorganen wie Leber, Nieren usw. Der Verlauf ist oft tödlich.

Behandlung: Das wichtigste ist es, die Ansteckung noch gesunder Personen zu verhindern. Das kann wohl jetzt durch Impfung erreicht werden. Wenn die Krankheit ausgebrochen ist, Intensivbehandlung in Spezialkrankenhäusern, die in Deutschland in vielen Großstädten vorgehalten werden.

Weitere Informationen beim rki (Robert-Koch-Institut), ein staatliches Institut, das sich mit allen Fragen von Infektionskrankheiten befasst.                                                             www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Uebersicht.html?nn=2370426

 

 

Beitrag von , letztmals geändert am 03.10.2015, 21:25 Uhr.

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Prof. Dr. med. Frank Matakas
Herausgeber medizinische Beiträge

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