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Ein guter Arzt – wie finde ich ihn?

Jede Einzelheit in den Krankengeschichten von Gesundheitsthema stellt eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis dar. Insofern ist in diesen Geschichten nichts zufällig, sie vermitteln das aktuelle Wissen der Medizin über das Krankheitsbild. - Lediglich Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig.

Was ist ein guter Hausarzt?

Wenn Sie mit Ihrem Hausarzt (oder Ihrer Hausärztin. Ich habe der Einfachheit halber hier immer nur die männliche Form von Arzt gewählt. Die Kolleginnen mögen es mir nachsehen.) zufrieden sind, bleiben Sie auf jeden Fall bei ihm. Denken Sie nicht, Sie könnten einen besseren finden.

Es ist für einen Arzt auch von großem Wert, wenn er Sie lange kennt. Dann weiß er, wie Ihr Körper auf die verschiedenen Dinge reagiert und er wird bei einer neuen Erkrankung sehr viel schneller und sicherer die Diagnose finden können.

Wenn Sie aber keinen haben, suchen Sie sich einen; denn sie sollten einen Hausarzt haben. Nur er hat die Kenntnisse und Zeit, sich mit allen Ihren Krankheiten zu befassen und alles im Blick zu haben.

Ein guter Hausarzt sollte 4 Eigenschaften haben.
1. Er sollte gute Kenntnisse der gesamten Medizin haben.
2. Er sollte Sie ausreichend aufklären.
3. Er sollte, wenn eine Krankheit hartnäckig ist, mit den Untersuchungen oder Behandlungsversuchen, nicht so schnell aufgeben.
4. Er sollte aber auch nicht mehr machen, als für Sie gut ist.

Nr. 1 können Sie normalerweise nicht sicher beurteilen. Aber sie bekommen ein Gefühl dafür. Ein Hausarzt muss sich zwar in allen Gebieten der Medizin auskennen, aber gerade darum kann er nicht jede Einzelheit wissen. Wenn er offen darüber sprechen kann, dass er dies oder jenes nicht weiß, ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass er weiß, bis wohin sein Wissen reicht.

Nr. 2 können Sie beurteilen. Der Hausarzt muss sich die Zeit nehmen, Sie aufzuklären. Das gilt natürlich nicht unbedingt für jeden Besuch, und präzise Aufklärungen können auch kurz sein. Für ein Gespräch bekommt der Arzt in der Regel nur wenig Geld, was bedeutet, dass er mit der Zeit, die er dafür aufwendet, haushalten muss.

Ein Hausbesuch

Sie können auch Klarheit zu Nr. 3 und Nr. 4 bekommen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass mehr Untersuchungen oder mehr Therapie sinnvoll sind, fragen Sie Ihren Arzt: „Wollen Sie nicht noch mal nachschauen, mehr nach den Gründen forschen oder eine andere Therapie versuchen?“ Oder fragen Sie gegebenenfalls : „Ist das wirklich nötig oder sinnvoll? Bringt es was?“ Aus den Antworten werden Sie nach einiger Zeit ein untrügliches Gefühl dafür bekommen, wie es Ihr Arzt damit hält.

Wenn Sie irgendwelche Zweifel haben, sprechen Sie die an. Ihr Arzt sollte das aushalten können. Entweder die Zweifel können ausgeräumt werden oder Sie sollten nicht zögern, Ihren Arzt zu wechseln.

Wie finde ich einen guten Arzt?

Im Internet, in den Branchenverzeichnissen, manchmal in Zeitschriften oder speziellen Büchern finden Sie Verzeichnisse von Ärzten. Manchmal sind auch Hinweise dabei, dass es sich um besonders gute Ärzte oder Topärzte handelt. Diese Verzeichnisse sind nützlich, weil sie Ihnen helfen, aber über die Qualität der Ärzte sagen sie gar nichts. Es gibt keine Verzeichnisse von „guten Ärzten“. Die Ärzteorganisationen dürfen keinen Arzt, und sei er noch so gut, anpreisen oder empfehlen. Im Gegenteil, gute Ärzte scheuen es, sich anzupreisen, und haben es auch nicht nötig. Das heißt, viele wirklich gute Ärzte finden Sie nicht in diesen Verzeichnissen.

Viele Ärzte stellen sich und ihre Arbeit im Internet vor. Es ist nützlich, wenn sie auf diese Weise die Patienten informieren. Dass man sich einen Termin bei einem Arzt übers Internet holen kann, ist bestimmt auch eine Erleichterung. Aber ob es wirklich “Top Ärzte” sind, wie es manchmal heißt, die sich im Internet vorstellen, das sollen nicht die entscheiden, die sich da vorstellen.  Und wenn sie, wie es auch oft geschieht, aufzählen, welche neuen Methoden und Techniken sie anwenden, ist das meistens nicht seriös. Ob eine Methode neu oder alt ist, sagt gar nichts über ihren Wert. Die neuen Methoden sind manchmal sehr wertvoll, manchmal überflüssig, manchmal haben sie sich noch nicht bewährt. Das zu beurteilen, ist Sache des Fachmanns.

Es gibt inzwischen sogar Ärzte, die Sie im Internet  konsultieren können. Weil das in Deutschland verboten ist, bieten diese Ärzte ihre Dienste aus dem Ausland an. Aber ein Rezept ausstellen, eine Diagnose stellen, ohne den Patienten zu kennen und irgendwann mal untersucht zu haben, ist – so die Bundesärztekammer – nicht im Interesse des Patienten, ist nicht seriös.

Wenn Sie also einen guten Arzt suchen, fragen Sie bei Bekannten. Wenn ein Arzt zufriedene Patienten hat, spricht das immer für ihn. Wenn Sie damit nicht weiter kommen, gehen Sie zu irgendeinem Arzt mit den Nummern 1 bis 4 im Kopf. Sie werden schließlich ein Gefühl für die Qualität des Arztes bekommen. Dem vertrauen Sie am besten. Wenn Sie Arztnavi AOK oder Arztnavi BEK in eine Suchmaschnie eingeben, erhalten Sie ein Verzeichnis von Ärzten, z. T. mit Bewertungen von Patienten. Aber wirklich weiter führt das auch nicht.

Ein guter Spezialist

Wenn Sie einen Spezialisten suchen, fragen Sie Ihren Hausarzt.

Die Aufgaben der Spezialärzte ist sehr unterschiedlich. Der Kinderarzt z. B. ist ein Spezialist, aber er ist gewissermaßen auch der Hausarzt für die Kinder. Viele Spezialärzte, z. B. Frauenärzte oder Augenärzte oder Ärzte, die sich mit einer bestimmten Krankheit gut auskennen, wie z. B. die Zuckerkrankheit, begleiten ihre Patienten über viele Jahre und haben mitunter für viele die Rolle, die einem Hausarzt vergleichbar ist. Wenn Sie einen solchen Arzt haben, den Sie schätzen, können Sie auch ihn fragen, wenn Sie einen anderen Spezialisten brauchen.

Bei einem Spezialisten wird man an erster Stelle darauf achten, dass er ein Könner in seinem Fachgebiet ist. Und das kann am besten Ihr Hausarzt beurteilen. Es gibt z. B. nicht selten Chirurgen mit begnadeten Händen, die aber als Arzt am Krankenbett nicht so überzeugen. Wenn ich operiert werden müsste, wäre mir ein solcher Chirurg lieber als einer, der einfühlsam mit mir redet aber ungeschickte Hände hat.

Im Zweifel sollten Sie Behandlungsvorschläge der Spezialisten mit Ihrem Hausarzt besprechen. Ein Chirurg z. B. wird leicht dazu neigen, operativen Maßnahmen bei der Behandlung einer Krankheit den Vorzug zu geben. Das ist natürlich und spricht nicht gegen ihn, weil das Operieren nun mal seine Sache ist. Aber über den Nutzen nichtoperativer Behandlungsmaßnahmen weiß er oft nicht so viel und manche Chirurgen sehen die Patienten, die sie operiert haben, später nicht mehr, so dass sie wenig Erfahrung mit den langfristigen Folgen von Operationen haben.

Werden Privatpatienten besser behandelt?

Man kann definitiv sagen: in Deutschland nicht. Viele Ärzte haben besondere Wartezimmer für Privatpatienten. Die kommen auch oft schneller dran. Aber besser behandelt werden sie nicht. Mein Lehrer in Chirurgie an der Universität Hamburg, der natürlich Privatpatient war, sagte in der Vorlesung: „Wenn ich selbst einen Chirurgen brauche, nenne ich mich Meier und gehe als Kassenpatient nach München, wo mich keiner kennt. Dann werde ich am besten behandelt.“

Der Arzt bekommt für Privatpatienten von der Versicherung nur unwesentlich mehr (manchmal sogar weniger) als von den gesetzlichen Krankenkassen. Attraktiv sind Privatpatienten für Ärzte aus einem ganz anderen Grund. Ein Arzt darf nur eine bestimmte Zahl von Kassenpatienten behandeln. Behandelt er mehr, bekommt er nichts dafür. Diese Einschränkung gilt nicht für Privatpatienten. Wenn der Arzt also mehr arbeiten und verdienen will, braucht er Privatpatienten.

In Krankenhäusern ist die Sache mit den Privatpatienten inzwischen manchmal anders; denn da entscheiden heute oft die Aktionäre mit.

Einen guten Arzt finden:  Ein guter Arzt hat zufriedene Patienten. Also fragen Sie bei Bekannten, wenn Sie einen Arzt suchen. Wenn Sie schon einen Arzt haben, dem Sie vertrauen, können Sie den natürlich nach Spezialisten befragen. Glauben Sie nicht Verzeichnissen von “guten Ärzten” – obwohl es natürlich sinnvoll ist, dass Ärzte sich z. B. im Internet vorstellen.
Die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung haben zusammengefasst, was eine gute Arztpraxis ausmacht. Sie finden das unter

http://www.aezq.de/mdb/edocs/pdf/schriftenreihe/schriftenreihe34.pdf 

Das ganze ist aber sehr theoretisch.

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Beitrag von , letztmals geändert am 10.11.2015, 14:36 Uhr.

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Herausgeber

Prof. Dr. med. Frank Matakas
Herausgeber medizinische Beiträge

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