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Insektenstich – was tun?

Jede Einzelheit in den Krankengeschichten von Gesundheitsthema stellt eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis dar. Insofern ist in diesen Geschichten nichts zufällig, sie vermitteln das aktuelle Wissen der Medizin über das Krankheitsbild. - Lediglich Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig.

Welche Insekten stechen?
Mücken sind die häufigsten. Bremsen kommen an manchen Stellen viel vor. Seltener geworden sind: Wanzen und alle Arten von Flöhen. Kopfläuse sind bei Kindern noch häufig. Zecken finden sich im Sommer in Wäldern und auf Wiesen.

All diese Insekten stechen, weil sie etwas von dem menschlichen Blut haben wollen. Die Einstichstelle ist meist an einer winzigen Blutstelle zu erkennen. Der Speichel, der beim Blutsaugen in die Haut überfließt, erzeugt eine Schwellung und den unangenehmen Juckreiz. Die Menschen sind dabei sehr unterschiedlich empfindlich. Häufige Stiche führen in der Regel dazu, dass kaum noch Schwellung oder Juckreiz auftreten. Man ist daran gewöhnt. – Nur bei einer Allergie (siehe unten) kann das sehr anders sein. Zeckenstiche sind in der Regel weder schmerzhaft, noch jucken sie.

Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen stechen, weil sie sich gegen vermeintliche oder wirkliche Gefahr wehren wollen. Sie haben den Stachel am Hinterende. Sie spritzen durch den Stachel ein Gift in die Haut, das für manche Menschen gefährlich sein kann .

Ameisen können beißen, sind aber nicht gefährlich. In wärmeren Regionen gibt es noch andere Insekten, die stechen, z. B. Skorpione, über die hier nicht berichtet wird.

Woran erkennt man, welches Insekt gestochen hat?
Der Stich von Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen tut weh, und zwar längere Zeit. Der Stachel von Bienen bleibt in der Haut stecken. Das Gift führt zu Rötung und Schwellung, die sehr viel stärker sind als bei den anderen Insekten.

Mücken sind nachts aktiv. In dunklen Waldstücken oder in Sumpfgebieten fliegen sie aber auch tagsüber. Ihr Stich verrät sich durch eine flache Schwellung, etwa von der Größe eines 10 Centstückes, meistens juckend, manchmal leicht gerötet. Ähnliches gilt für Bremsen, deren Stich aber schmerzhafter ist.

Zecken wandern auf der Haut umher, um sich eine dünne Hautstelle zu suchen. An der Einstichstelle saugen sie sich fest.

Flöhe-, Läuse- und Wanzenstiche sind klein, meistens sticht das Insekt mehrmals, so dass mehrere Einstichstellen beieinander liegen. Wanzen stechen nachts. Schwellung und Juckreiz  sind mäßig.

Übertragen von Krankheiten
Schild mit Zecken und WaldZecken, die im Sommer vor allem in den Wiesen und an Waldrändern oder in Büschen leben, können die Borreliose, eine Form der Gehirnentzündung und die Neoehrlichiose, eine fieberhafte Erkrankung, übertragen. Diese Erkrankungen sind nicht selten schwerwiegend. Bremsen können in seltenen Fällen verschiedene Krankheiten übertragen. Mückenarten, die in wärmeren Ländern vorkommen, sind bekannt als Überträger von Malaria, das Dengue Fieber und anderen Krankheiten. Bei uns übertragen Mücken keine Krankheiten. Flöhe haben früher die Pest übertragen.

Normalerweise braucht man sich bei uns keine Sorgen machen, dass mit einem Insektenstich eine Krankheit übertragen worden ist – mit einer Ausnahme: Bei einem Zeckenstich sollte man aufmerksam sein, ob sich an der Bissstelle eine Reaktion entwickelt oder ob allgemeine Krankheitszeichen, ähnlich wie bei einer Grippe, auftreten. Das ist nicht häufig so, aber auch nicht extrem selten. Wenn es eine Reaktion gibt, sollte man einen Arzt zu konsultieren.

Bei einer Auslandsreise in ferne warme Länder ist es sinnvoll, sich zu informieren, welche Insekten dort welche Krankheiten übertragen, z. B. Malaria, Denguefieber, Gelbfieber oder ähnliches. Wie man gegebenenfalls vorbeugen kann, darüber informiert ein Arzt.

Was tun nach einem Stich?
Normalerweise braucht man nichts zu tun. Die Schwellung und der Juckreiz gehen bald vorbei. Auch die Schmerzen, wenn es sich um eine Biene, Wespe, Hummel oder Hornisse handelt, sollten bald, spätestens nach einem Tag verschwunden sein. Den Bienenstachel sollte man entfernen. Eine Zecke sollte man so schnell wie möglich entfernen. Man packt sie möglichst nah an der Haut (wenn möglich, mit einer Pinzette) und ruckelt vorsichtig bis sie loslässt. Die Stichstelle sollte man einige Tage beobachten. Wenn die Mückenplage z. B. bei einer Wanderung zu groß wird, kann man sich mit einem Netz, ähnlich wie es die Imker tragen, (man bekommt es in Outdoorläden) helfen.

Hausmittel, wie Kühlung, Zwiebel, Quark helfen bei allen Stichen. Wirksamer ist ein Gel oder eine Salbe mit einem sogenannten Antihistaminikum oder Cortison. Man bekommt das in der Apotheke ohne Rezept. Wenn man die Stichstelle, egal von welchem Insekt, damit einreibt, verschwinden Juckreiz oder Schmerz schnell.

Gefährliche Stiche, anaphylaktische Reaktion
Wenn eine Wespe, z. B. auf einem Stück Pflaumenkuchen unbemerkt in den Mund kommt und dort sticht, kann das im Bereich der Luftröhre zu einer Schwellung führen, die das Atmen massiv behindert. Aber das passiert selten, weil die Menschen eben darauf achten, was sie in den Mund nehmen.

Normalerweise führen häufige Stiche durch ein Insekt zur Gewöhnung. Man sieht kaum noch eine Schwellung, es juckt nicht mehr. Manche Menschen aber reagieren verstärkt. Die Schwellung ist umfangreicher, ja sie können sogar etwas Fieber bekommen.

Aber wirklich gefährlich, ja sogar oft lebensbedrohlich, ist die anaphylaktische Reaktion, die nach einem Stich durch eine Biene, Wespe, Hummel oder Hornisse auftraten kann. Etwa 2% der Bevölkerung ist davon betroffen. Nach einem ersten Stich, z. B. in der Kindheit, der unauffällig abläuft, entsteht unbemerkt eine schwere Allergie. Kommt es wieder zu einem Stich von Biene, Wespe, Hummel oder Hornisse, so treten folgende Symptome auf:
Innerhalb von 10 bis 30 Minuten entstehen allgemeiner Juckreiz, Ausschlag. Die Schwellung erreicht einen Durchmesser von mehr als 10 cm. (leichte Reaktion),
eventuell kommen Übelkeit bis zu Erbrechen und Durchfall, Krämpfe, Nasenlaufen, Heiserkeit, Atemnot evtl. schwer, Herzrasen dazu (schwere Reaktion).
Ein Notarzt muss sofort gerufen werden oder Krankenhauseinweisung.

Menschen, die anaphylaktisch auf Stiche reagieren, sollten im Sommer unbedingt eine Notfallspritze (Adrenalin) bei sich tragen, mit der sie im Falle eines Stiches die Symptome mildern können bis sie ärztliche Behandlung erreichen.

Symptome: Schwellung, Rötung, Juckreiz. (Bei bestimmten Personen nach Stich von Biene, Wespe, Hummel oder Hornisse anaphylaktische Reaktion mit gefährlichen Symptomen)

Behandlung: Nichts oder Hausmittel oder ein Gel mit Antihistaminikum oder Cortison. (Bei anaphylaktischer Reaktion, die selten ist,  Notfallspritze, Notarzt, Krankenhaus)

Informationen über Zecken:

www.zeckenwetter.de

 

Beitrag von , letztmals geändert am 08.10.2015, 19:55 Uhr.

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Herausgeber

Prof. Dr. med. Frank Matakas
Herausgeber medizinische Beiträge

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