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Malignes Melanom, Hautkrebs

Jede Einzelheit in den Krankengeschichten von Gesundheitsthema stellt eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis dar. Insofern ist in diesen Geschichten nichts zufällig, sie vermitteln das aktuelle Wissen der Medizin über das Krankheitsbild. - Lediglich Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig.

Frau Sitter kam sie in meine Praxis und erzählte:
„Ich komme wegen meiner Tochter. Sie hat ziemlich viele Muttermale. Die hat sie nach der Pubertät bekommen. Der Kinderarzt hat sie sich angesehen und meinte, die seien harmlos.  Jetzt ist sie 21 und ziemlich eitel, obwohl sie das doch gar nicht nötig hat, so hübsch wie sie ist. Ein Muttermal am Arm ist, glaube ich, in letzter Zeit größer geworden. Ich habe mal gelesen, das ist gefährlich, stimmt das? Ich habe der Lisa schon vor einem halben Jahr gesagt, sie soll zum Arzt gehen.  Aber sie macht es nicht.“
„Ja, das ist gefährlich“, habe ich geantwortet. „Sie soll zu einem Hautarzt gehen und die Sache nicht auf die lange Bank schieben.“

Der Arzt untersucht ein Muttermal und kann an der Form und Farbe erkennen, ob es sich um Krebs handelt oder nicht.

Frau Sitter war beunruhigt. Das wollte ich, damit sie ihre Tochter drängte, endlich zum Hautarzt zu gehen. Zwar hat jeder Mensch  Muttermale und man braucht die nicht ständig untersuchen zu lassen. Aber wenn man merkt, dass sie sich verändern, dann sollte man es schon tun.

Ich wusste, dass Lisa ein sehr heller Typ war und dass es für sie wichtig war, braun zu werden, in der Sonne oder auf  der Sonnenbank. Beides, die helle Haut und intensive UV-Bestrahlung begünstigen eine Krebsentartung. Immerhin war ihr Alter nicht typisch. Meistens entsteht der dunkle Hautkrebs zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr.


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Schöne braune Haut

Die Hautfarbe oder der Teint wird durch einen Farbstoff, das Melanin, bestimmt, das von besonderen Zellen produziert wird. Diese Zellen liegen an der Basis der oberen Hautschicht. Bei den Menschen mit dunkler Hautfarbe gibt es viele dieser Zellen, die viel Melanin produzieren. Bei den Weißen sind es weniger Zellen. Durch das ultraviolette Licht der Sonnenstrahlen werden sie angeregt, aktiv zu werden. Weiße werden durch Sonnenbestrahlung braun. Aber weil auch Weiße unterschiedlich viel Zellen dieser Art haben, werden sie auch unterschiedlich intensiv braun.  Auch die dunkle Farbe der Haare wird durch Einlagerung des Farbstoffes Melanin verursacht. In der Haut von Albinos kann der Farbstoff Melanin nicht produziert werden.

Zellen, die Melanin produzieren, können auch in Haufen vorkommen und bilden dann die  sogenannten Leberflecken oder Muttermale. (Der Arzt nennt sie Nävus, Mehrzahl Naevi.) Die sind nur selten angeboren. Die meisten bilden sich im Laufe des Lebens nach der Pubertät, besonders dann, wenn die Haut viel der Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. Im Alter können sie sich auch zurückbilden.

Mit den Nävi sind nicht zu verwechseln die Altersflecken, braune runde Flecken, besonders auf dem Handrücken. Die Altersflecken entstehen, weil bestimmte Stoffe von den Hautzellen nicht mehr abgebaut und darum abgelagert werden. Sie sind harmlos, ärgern aber, weil sie etwas vom Alter der Menschen verraten.

Schwarzer Hautkrebs

Nävi, also Muttermale, können zu Krebs entarten. Der dunkle Hautkrebs entsteht meist auf Hautpartien, die der Sonne ausgesetzt sind, aber er kann auch an anderen Stellen entstehen, sehr selten auch in der Schleimhaut. Es gibt ein paar Merkmale, die den Verdacht begründen, dass ein dunkler Fleck, der wie ein Muttermal aussieht, Krebs ist. Das ist die ABCDE Regel. Wenn ein Muttermal
asymmetrisch ist, also  nicht rund oder oval,
eine unregelmäßige Begrenzung hat,
unterschiedlich coloriert (gefärbt) ist,
im Durchmesser größer ist als 5 mm,
die Oberfläche erhaben geworden ist, was sie früher nicht war,
dann sollte dringend ein Hautarzt befragt werden. Diese Merkmale können einzeln oder kombiniert auftreten.

Krebs ist eine Zellwucherung, die ohne Begrenzung wächst und dabei das umgebende Gewebe zerstört. Früher oder später kommt es auch zur Absiedlung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) in anderen Organen. Der schwarze Hautkrebs ist besonders bösartig.  Das bedeutet, er bildet relativ früh Metastasen in Haut, Knochen, Gehirn, Herz, Lunge usw. Der Krebs wächst erst in die Breite. Sobald er in die Tiefe wächst, wird es gefährlich. Da der Krebs aus den Zellen entsteht, die auch Muttermale bilden, ist er in der Regel dunkel gefärbt. In seltenen Fällen kann er aber auch ungefärbt sein.

Behandlung

Frau Sitter hat es mir später erzählt. Ihre Lisa ging nun doch zum Hautarzt und der fand das Muttermal am Arm verdächtig. Er hat es mit einer kleinen Operation entfernt. Das Gewebe hat er untersuchen lassen und der Pathologe (ein Arzt, dessen Spezialisierung die mikroskopische Untersuchung von Gewebe ist) hat die Diagnose bestätigt: malignes Melanom (maligne heißt in der Medizin bösartig. Melanom ist der medizinische Name für den schwarzen Hautkrebs.)  Aber obwohl Lisa die Sache etwas verschleppt hatte, so dass ihre Mutter aktiv werden musste, war der Krebs noch in einem Frühstadium. So schnell wächst er eben auch nicht. Alle Zellen am Rand des braunen Flecks, den der Hautarzt heraus operiert hatte, waren normal. Das heißt, der kleine bösartige Tumor hatte das umliegende Gewebe noch nicht infiltriert. Das ist der Vorteil vom Hautkrebs. Man kann man ihn früh, lange bevor er Metastasen bildet, erkennen und durch eine kleine Operation entfernen – auch das maligne Melanom in 80 Prozent für immer.

Hätte sich das Melanom schon weiter gefressen, wäre die Operation und Nachbehandlung kompliziert geworden – mit einem ungewissen Ausgang. Aber was Lisa betrifft, war die Sache ja gut gegangen.

 

Hauptsymptome: Wenn ein Muttermal asymmetrisch ist, unregelmäßig begrenzt ist, unterschiedlich gefärbt ist, größer als 5 mm im Durchmesser ist, erhaben geworden ist, was es früher nicht war – dann ist dringend ein Arztbesuch zur Überprüfung notwendig.

Behandlung: Operative Entfernung

 

Beitrag von , letztmals geändert am 23.03.2016, 18:54 Uhr.

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Herausgeber

Prof. Dr. med. Frank Matakas
Herausgeber medizinische Beiträge

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