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Vitamine

Jede Einzelheit in den Krankengeschichten von Gesundheitsthema stellt eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis dar. Insofern ist in diesen Geschichten nichts zufällig, sie vermitteln das aktuelle Wissen der Medizin über das Krankheitsbild. - Lediglich Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig.

Was sind Vitamine?

Vitamine sind nicht nur in Obst und Gemüse enthalten. Durch eine vielseitige Kost bekommt man alle Vitamine, die der Körper braucht.

Der Mensch braucht wie alle Organismen Nahrung, um leben zu können. Im Magen und Darm wird sie zersetzt und in den Körper aufgenommen. Der Körper benutzt die Nahrung einmal zur Energiegewinnung und er baut aus den Bestandteilen, die er aufgenommen hat, alle Zellen und Organe. Wenn wir z. B. Brot essen, wird das Mehl zu einfachem Zucker abgebaut und durch die Darmwand in die Blutbahn aufgenommen. In den verschiedenen Körperzellen wird der Zucker teils verbrannt und liefert dadurch die Energie, die der Körper zum Leben braucht. Aber der Zucker ist auch ein Baustein für fast alle körpereigenen Bestandteile: Bindegewebe, Knochen, Zelleiweiß usw.

Es gibt einige sehr kompliziert zusammen gesetzte Stoffe, die der Körper zwar braucht aber nicht selbst herstellen kann. Diese Stoffe nennt man Vitamine. Davon gibt es dreizehn. Genau genommen, sind es nur elf. Das Vitamin B 7 kann der Körper zwar nicht selbst herstellen, aber die Bakterien, die wir alle im Darm haben, machen das. (Zu einem geringen Grad gilt das auch für das Vitamin B 12 und Vitamin K bei manchen Menschen.) Das zweite ist das Vitamin D. Das können wir nämlich selbst herstellen, und zwar unter dem Einfluss von Sonnenstrahlen in der Haut.

Die Vitamine

Name Nahrungsmittel, in denen sie enthalten sind
A (Retinol) Leber, Fisch, Ei, dunkelgrüne und stark gefärbte Gemüse und Früchte
B 1 (Thiamin) Hefe, Rindfleisch, Innereien, Schweinefleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse
B 2 (Riboflavin) Milch und Milchprodukte, Fleisch. Fisch, Eier, Brokkoli, Hülsenfrüchte
B 3 (Niacin) Bohnen, Milch, Fleisch, Eier
B 5 (Pantothensäure) in fast allen Nahrungsmitteln
B 6 (Pyridoxin) Hülsenfrüchte, Kartoffel, Nüsse, Fleisch u.a.
B 7 (Biotin) Leber, Blumenkohl, Produktion durch Darmbakterien
B 9 (Folsäure) Leber, Weizenkeime, Kürbis
B 12 (Cobalamin) Leber, Fisch, Milch
C (Ascorbinsäure) Zitrusfrüchte, Hagebutten, Kiwis
D (Calcitriol) Fisch
E (Tocopherol) pflanzliche Öle
K (Phyllochinon, Menachinon) grünes Blattgemüse, Margarine, Leber, pflanzliche Öle

Auf dem „Gesundheitsmarkt“ werden immer wieder weitere Substanzen angepriesen, die auch Vitamine genannt werden. Aber das ist eine Irreführung. Mehr als diese dreizehn gibt es nicht.

Neben einer vielseitigen Kost noch Vitamine zu sich zu nehmen, ist völlig überflüssig. Das ist, als ob Sie Ihrem Auto zusätzlich ein Liter Öl geben. Das nützt ihm gar nichts.

Vitaminmangel

Natürlich gibt es Vitaminmangel und das führt zu Krankheiten. So hatten die Seeleute früher auf ihren langen Reisen kein frisches Gemüse, geschweige denn Zitrusfrüchte. Der Mangel an Vitamin C verursachte Skorbut, eine Krankheit, die auch zum Zahnausfall führt. Zu wenig Vitamine haben die schweren Alkoholiker. In vier Liter Bier oder Wein oder einem Liter Schnaps ist der Tagesbedarf an Kalorien für einen Menschen enthalten. Wer so viel oder annähernd so viel trinkt, der hat kaum Hunger und isst zu wenig. Auf diese Weise kommt es zu schweren Vitaminmangelerscheinungen. Verschiedene Krankheiten, besonders des Darmes können dazu führen, dass nicht genügend Vitamine aus der Nahrung aufgenommen werden. Menschen, die sich nach den Grundsätzen des Veganismus ernähren, müssen Vitamin B 12 zusätzlich einnehmen, da es im wesentlichen nur in tierischen Produkten enthalten ist. Auch ein Mangel an Vitamin B 2 und Vitamin D entsteht leicht bei veganer Ernährung.

Aber, wie gesagt, bei einer normalen Ernährung und gesundem Körper braucht man keine zusätzlichen Vitamine – vielleicht mit einer Ausnahme, nämlich das Vitamin D.

Vitamin D

Ausgerechnet das Vitamin, das streng genommen kein Vitamin ist, weil es der Körper selbst herstellen kann, wird in vielen Fällen nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen. Wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass der Mensch ursprünglich in den afrikanischen Savannen zu Hause war, wo er spärlich bekleidet viel der Sonne ausgesetzt war. Diese Lebensweise garantierte ausreichend Vitamin D. Menschen, die im hohen Norden leben, wenig Sonne haben und immer bekleidet sind, bekommen durch Fisch ausreichend Vitamin D.

Normalerweise reicht es, wenn etwa 15 Minuten am Tag etwa 30% der Haut der Sonne ausgesetzt werden, damit ausreichend Vitamin D gebildet wird. Das gelingt aber bei uns oft nicht. Durch den Smog wird das UV Licht zurück gehalten. Säuglinge sind eingepackt in Kleidern und Erwachsene halten sich in Räumen auf. Besonders alte Menschen halten sich wenig im Freien auf, haben wenig unbedeckte Körperstellen und ihre Haut ist weniger in der Lage, das Vitamin herzustellen – weil im Alter alle Körperfunktionen nicht mehr so flott ablaufen.

Vitamin D ist für den Knochenaufbau und den Erhalt der Knochenfestigkeit notwendig. Man weiß bzw. vermutet, dass Vitamin D darüber hinaus auch das Immunsystem unterstützt und auf diese Weise einen Schutz vor Krankheiten wie Multiple Sklerose, Diabetes und Infektionskrankheiten darstellt. Es soll die Entstehung von Krebs verschiedener Art, Herz-, Kreislauferkrankungen, Demenz, Parkinson und andere behindern. Das heißt nicht, dass Vitamin D die Entstehung dieser Krankheiten immer verhindern kann, es kann aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie entstehen vermindern.

In den Nahrungsmitteln ist Vitamin D, außer in Lebertran, zum Teil auch in fetten Kaltwasserfischen und in angereicherter Margarine, nicht ausreichend enthalten. Darum empfehlen die Ärzte, dass Säuglinge und Kinder und Menschen über 50 Jahre Vitamin D zusätzlich nehmen. Für Säuglinge wird die Tagesdosis mit 10μg (10 Mügramm = 10 tausendstel Milligramm, das sind 400 I.E. = Internationale Einheiten), für Erwachsene mit 20μg angegeben. Es scheint aber besser zu sein, dass eine große Dosis ein Mal im Monat genommen wird. Der Körper speichert es und holt sich aus den Speichern, was er braucht.

Vitamin C

Viele Menschen glauben, dass Vitamin C, wenn es in großen Dosen genommen wird, vor Erkältungskrankheiten schützen kann, bzw. die Erkältung abkürzt. Das ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Aber ein Glas heißer Zitronensaft ist bei einer Erkältung oft sehr angenehm und hilft so sicher indirekt.

Ist ein Zuviel an Vitaminen schädlich?

Zu viel an Vitamin A, Vitamin B 6 und Vitamin D kann dem Körper schaden. Die anderen Vitamine werden sofort wieder ausgeschieden, wenn der Körper genug davon hat.

Ein zu wenig an Vitaminen kommt bei Gesundheit und gesunder Ernährung bei uns nicht vor. Eine Ausnahme bildet unter Umständen das Vitamin D.

 

Beitrag von , letztmals geändert am 31.10.2015, 21:09 Uhr.

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Herausgeber

Prof. Dr. med. Frank Matakas
Herausgeber medizinische Beiträge

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