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Vorzeitige Wehen (Probewehen)

Jede Einzelheit in den Krankengeschichten von Gesundheitsthema stellt eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis dar. Insofern ist in diesen Geschichten nichts zufällig, sie vermitteln das aktuelle Wissen der Medizin über das Krankheitsbild. - Lediglich Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig.

Lisa war endlich schwanger geworden. Sie war „schon“, wie sie meinte, 32 Jahre alt und hatte seit zwei Jahren nicht mehr verhütet. Die Spannung in den Brüsten, die sie fast immer vor ihren Tagen spürte, ging diesmal gar nicht richtig weg, und die Blutung war sehr schwach. Wegen der Blutung dachte sie zunächst gar nicht daran, dass sie überhaupt schwanger sein könnte. Aber sie merkte, dass etwas mit ihrem Körper irgendwie anders war. Der Test, den sie machte, war positiv und als sie zu ihrer Frauenärztin ging, konnte die ihr im Ultraschall schon den winzigen Embryo zeigen. Sie und ihr Mann freuten sich riesig.

Schwangerschaft ist heute fast immer gewollt.

Schwangerschaft ist heute fast immer gewollt.

In den ersten Monaten war Lisa gelegentlich übel, doch das trübte die Freude auf das Kind nicht. Aber dann, in der 29. Schwangerschaftswoche, der Bauch war schon ein „richtiger Schwangerschaftsbauch“ und Lisa spürte oft, wie das Kind sich bewegte, bemerkte sie eines Morgens, dass der Bauch hart wurde und dann tat es auch ein bisschen weh. Das Ganze dauerte vielleicht eine halbe Minute. Am Mittag wiederholte sich das Ganze. Ihr Mutter meinte: „Ach, das sind bestimmt Probewehen.“
Lisa, die eigentlich nicht ängstlich war, war sowieso mit der Vorsorge dran und ging darum zu ihrer Frauenärztin. Die schaute in den Mutterpass, den Lisa von ihr bekommen hatte, und meinte:
„Bisher war alles bestens. Haben Sie Ausfluss bemerkt oder Blutungen? Nein? Haben Sie anhaltende Schmerzen im Unterleib oder Rücken?“
Auch das verneinte Lisa.
„Diese Kontraktionen haben Sie seit heute Morgen zwei Mal gespürt?“ Lisa bejahte das.

Wie kommen die Probewehen zustande?

„ Jetzt ist sowieso eine Ultraschalluntersuchung fällig. Die machen wir und wissen es dann genau. Aber ich kann sie vorab beruhigen. Ihre Mutter hat wohl Recht. Es sind Probewehen, man nennt sie auch wilde Wehen, in der Medizin heißen sie Braxton-Hicks-Kontraktionen (Kontraktionen ist der medizinische Ausdruck für „Zusammenziehen“). Die Gebärmutter übt schon mal für die Geburt. Da braucht sie ja viel Kraft, um das Kind heraus zu pressen. Die Wand der Gebärmutter besteht aus Muskelgewebe, das in der Schwangerschaft mächtig zunimmt, ähnlich wie es die Männer mit ihren Muskeln in der Muckibude machen. Dadurch bekommt die Gebärmutter die Kraft, die sie für die Geburt braucht. Nur, es ist keine Muskulatur, die wir willkürlich anspannen können, sondern sogenannte glatte Muskulatur, wie z.B. in der Wand der Harnblase oder des Darmes.“
Lisa wollte es aber genau wissen: “Können diese Wehen zu einer Geburt führen?“
„Nein. Wehen, die eine Frühgeburt auslösen können, sind anders. Die kommen regelmäßig, sind anhaltend und die Frauen spüren einen unangenehmen Druck „nach unten“, wie sie sagen.“
Lisa hatte sich inzwischen auf den Untersuchungsstuhl gelegt und die Ärztin hatte das Ultraschallgerät in die Scheide eingeführt.
„Sehen Sie, alles ok. Die Wehen, die Sie gespürt haben, haben auch den Muttermund angespannt. Er hat sich nicht etwa gelockert oder gar geöffnet, wie es bei Wehen sind, die zu einer Frühgeburt führen können, sondern eher noch zugepresst. Das kann ich am Gebärmutterhals erkennen. Der Gebärmutterhals (medizinisch die Cervix) ist der Übergang von der Gebärmutter zum Muttermund. Der misst bei Ihnen noch ca. 27 mm. Es waren also solche Probewehen. Ihr Kind ist übrigens 35 cm groß, alles ist o.k.“

Schwangere, die gesetzlich versichert sind, haben Anspruch Vorsorgeuntersuchungen, und zwar bis zum 8. Monat 1 Mal im Monat, im 8. Monat 2 Mal und im 9. Monat einmal in der Woche. Zwischen der 9. und 12., 19. und 22. sowie 29. und 32. Woche ist auch eine Ultraschalluntersuchung vorgesehen.

Stabilisierende Faktoren

„Gibt es etwas, was ich beachten soll?“ wollte Lisa wissen.
„Gehen Sie in einen Vorbereitungskurs für die Geburt. Da treffen Sie auf andere werdende Mütter und die Hebamme, die den Kurs leitet, wird Sie fachmännisch beraten. 14 Stunden bezahlt die Krankenkasse. Ansonsten machen Sie nichts weiter. Soweit ich sehe, gibt es bei Ihnen keine Risikofaktoren für die Schwangerschaft. Sie haben keine Krankheit, die die Schwangerschaft bedrohen könnte. Meine Untersuchungen haben keine Hinweise für eine Entzündung in der Scheide oder Gebärmutter ergeben. Sie sind im besten Alter mit 32 Jahren. Sie haben einen Mann, der Sie unterstützt, und Sie leben in sicheren Verhältnissen. Das sind die Faktoren, die den normalen Ablauf einer Schwangerschaft zwar nicht garantieren aber doch sehr wahrscheinlich machen.“

Neue Erfahrungen

„Gut zu hören“, sagte Lisa. „Aber manchmal mache ich mir doch Sorgen und weiß nicht was ich noch tun soll, damit alles gut verläuft.“
„Neu für Sie ist,“ entgegnete die Ärztin „dass da ein Wesen so sehr auf sie angewiesen ist und doch auch schon macht, was es will. Das ist mit Kindern so. Ihr Kind wird Sie lange so sehr in Anspruch nehmen, dass Ihre eigenen Bedürfnisse ganz in den Hintergrund treten und dabei müssen Sie ihm gleichzeitig Eigenständigkeit einräumen, die es vom ersten Tag an braucht. Sie können oft nicht mehr machen als zuversichtlich sein, dass Ihr Kind es schon schaffen wird, Ihre Gebärmutter übrigens auch. Klar, man muss aufmerksam sein, um Anzeichen von Schwierigkeiten nicht zu übersehen, aber nichts hilft so sehr wie diese Zuversicht.“ Sie lachte und fügte noch hinzu: “Sie werden es schaffen.“

„Kurz vor der Geburt treten übrigens noch mal Wehen auf, die man Senkwehen nennt. Das sind einzelne Wehen, die dafür sorgen, dass das Kind etwas tiefer rückt, also in das Becken hinein. Das ist zur Vorbereitung der Geburt nötig.“

Wie machen sich Probewehen bemerkbar? Der Bauch wird hart, es tut etwas weh.

Was tun? Sogenannte Probewehen gehören zu einer Schwangerschaft.

Weitere Informationen unter: http://www.frauenaerzte-im-netz.de/

Beitrag von , letztmals geändert am 08.10.2015, 20:25 Uhr.

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Herausgeber

Prof. Dr. med. Frank Matakas
Herausgeber medizinische Beiträge

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